Willkommen!

Der Verein der Freunde und Förderer der Ühlepooz, ‘Fritz Everhan-Stiftung‘ e.V. begrüßt Sie auf diesen Seiten!

 

Die Ühlepooz ist ein stolzer Willkommensgruß Kölns und seit mehr als 6 Jahrzehnten das Hauptquartier der Kölner Roten Funken.

Vorstand

Oskar Hamacher
Industriekaufmann a.D., Köln

Stellvertretender Vorsitzender

Henriette Reker
Oberbürgermeisterin der Stadt Köln

Vorsitzende

Helmut Brügelmann
F.W. Brügelmann Söhne GmbH & Co. KG, Köln

Geschäftsführendes Vorstandsmitglied

Die bisherigen Vorsitzenden

Fritz Everhan13.07.1966 – 12.03.1967
Walter Everhan12.05.1967 – 24.06.1974
Dr. h.c. Theo Burauen24.06.1974 – 15.06.1983
Dr. h.c. Norbert Burger15.06.1983 – 29.05.2007
Dr. h.c. Fritz Schramma29.05.2007 – 27.06.2012
Jürgen Roters27.06.2012 – 17.03.2017
Henriette Rekerseit dem 17.03.2017


Die bisherigen Stellvertretenden Vorsitzenden

Dr. h.c. Theo Burauen13.07.1966 – 24.06.1974
Walter Everhan24.06.1974 – 22.08.1985
Dr. Burchard Otte22.08.1985 – 13.01.1987
Dr. Eberhard Gilles08.09.1987 – 12.08.2006
Oskar Hamacherseit dem 17.10.2006

Die bisherigen Geschäftsführenden Vorstandsmitglieder

Oskar Hamacher13.07.1966 – 21.04.1998
und übte eine Tätigkeit als Berater des Vorstandes vom 21.04.1998 bis zum 17.10.2006 aus
Markus Ritterbach21.04.1998 – 17.10.2006
Isabelle Assenmacher-Wertz 17.10.2006 – 04.07.2013
Helmut Brügelmannseit dem 04.07.2013

Veranstaltungskalender

2017

Mittwoch, 06. Dezember 2017

Traditionsveranstaltung  Nikolaus-Essen, in diesem Jahr sogar eine Jubiläumsveranstaltung, denn sie findet zum 50. Mal statt. Ort des Geschehens wieder in der „Ühlepooz“, dem Hauptquartier der Kölner Roten Funken, am Sachsenring 42, Köln, Empfang 19.30 Uhr. Der geschlossene Teilnehmerkreis rekrutiert sich aus den Damen und Herren, die dem „Ühlepooz-Verein“ immer wieder wohlgesonnen gegenüber stehen und dafür sorgen, dass die Aufgaben des Vereins, mit seinem Fördergedanken im Vordergrund, weiterhin im Sinne des historischen Baudenkmals Ulrepforte erfüllt werden können.

Es gilt hier also zunächst einmal Dankeschön zu sagen, es sind aber auch die seit dem letzten Jahr hinzugekommenen neuen Freunde, Freundinnen und weitere Gönner zu begrüßen und vorzustellen.

Übrigens: Unsere Liste ist eigentlich nie geschlossen. Wer Spaß an besonderen Förderungsmaßnahmen im Sinne der Historie der Stadt Köln hat und dazu auch ein Anhänger der Roten Funken ist, der wende sich wegen einer Aufnahme (Berufung) als Freund oder Freundin der Ühlepooz an den Stellvertretenden Vorsitzende, Oskar Hamacher, oder an den Geschäftsführer, Helmut Brügelmann, die man gerne dazu anrufen darf (Brügelmann 0171-6943939 -Hamacher 0221-488849).

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Festliches Konzert des Musikkorps der Bundeswehr, erneut unter der Leitung von Oberstleutnant Christoph Scheibling, für alle Freunde und Förderer der Ühlepooz, zusammen mit ihren Familien, Freunden und weiteren Gästen. Auch diesmal wieder in der Evangelischen Trinitatiskirche, Köln, Filzengraben (Nähe Heumarkt). Der Erlös dieses Konzerts dient uneingeschränkt der Erhaltung des Baudenkmals Ulrepforte.
Einlass 19.30 Uhr, Beginn 20.00 Uhr, Eintrittspreise: € 9,00/€ 18,00/€ 24,00/€ 36,00.

Ühlepooz
Von A.Savin (Wikimedia Commons · WikiPhotoSpace) – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=12728532

WER SIND WIR?

Gestern:
24. September 2005: Die Roten Funken, das älteste Traditionskorps im Kölner Karneval mit großem stadtgeschichtlichen Hintergrund, feiern den 50. Jahrestag der „Besetzung“ ihrer „Ülepooz“, die am 24. September 1955 erfolgte.

Jede Stein en Kölle eß e Stöck vun deer
Jede Stein en Kölle zeug vun Ruhm un Ehr
Mag einer laache un meint dat wör gestrunz,
En jedem Stein vun Kölle lääv e Stöck vun uns.

Wenn die Steine der Ulrepforte doch nur reden könnten, möchte man angesichts dieses Refrains, den Ludwig Sebus 1955 im Jahr des Einzugs der Roten Funken in die Pforte gesungen hatte, fordern. Sie würden sicherlich manches Interessante aus der Geschichte Kölns, von ihren Menschen, von den Stadtsoldaten und auch von Roten Funken erzählen. Sie würde viel Erlebtes aus rund 800 Jahren, die sie, die Ulrepforte nun bereits besteht, berichten und uns vielleicht sagen, wen das Tor alles beherbergte. Denn wo sonst in Köln, sieht man einmal von den katholischen Kirchen ab, haben sich die alten Zeiten so lebendig erhalten wie bei den Roten Funken und ihrem Hauptquartier, das sie nunmehr vor einem halben Jahrhundert in „Beschlag“ nahmen. In der Stadt, wo es eine solch reiche Vergangenheit gibt und letztlich doch so wenig, was noch daran erinnert, gehören die Kölner Stadtsoldaten genauso wie die Ulrepforte zu den Kristallisationspunkten kollektiver Erinnerung und Identität.

Ein paar Daten und Fakten aus den jüngeren, dennoch weit mehr als ein

Jahrhundert zurückliegenden, Vergangenheit: Mit dem Bau der Ulrichkaserne   an der Ulrichgasse in den Jahren 1875 bis 1877 erhielt die Ulrepforte neue Nachbarn, nämlich die preußischen Soldaten des Füsilier- Regiments Nr. 40,   die täglich an der Befestigungsanlage voreiritten. Schon bald danach, ab 1861, wandelte sich das Bild der Ulrepforte nachhaltig durch den Abriss der Stadtmauer. Im Gegensatz zu vielen anderen Toren wurde die Ulrepforte glücklicherweise zum Denkmal erklärt und vor der frühen Vernichtung bewahrt.

Um die gleiche Zeit erwarb die Fabrikantenfamilie Guilleaume das Gebäude. Die Familie betrieb gleich vor der Stadtmauer eine große Seilerei und nutzte für einige Jahre die Ulrepforte als Lagerraum – es gingen nun also Arbeiter der Seilerei in der Pforte ein und aus. Bereits 1885/86 ließ die Familie Guilleaume die gesamte Anlage zu einer Gaststätte umbauen.

Auf der Caponnière errichtete man ein Restaurant im neugotischen Stil. Zudem erhielt der Mühlenturm einen romantischen Holzaufbau samt Aussichtsgalerie. Sonntagsausflügler und Spaziergänger, die auf den bepflanzten Festungsglacies flanierten, kehrten in die Gaststätte Ulrepforte ein und genossen den weiten Blick von der Aussichtsgalerie. Das Lokal war unter dem Namen „Zur guten Bierquelle“ bis nach dem 1. Weltkrieg bekannt. Architekt des damaligen Aufbaus war der Dombaumeister Vincenz Statz. Diese Funktion hatte er damals schon inne und er war bekannt für seine umfangreichen Nebentätigkeiten.

Im Jahr 1907 hat die Witwe des Kommerzienrats Franz Carl Guilleaume, Antoinette Guilleaume, geb. Gründgens (Tante von Gustaf Gründgens), die Ulrepforte per Schenkung an die Stadt Köln übertragen. Bemerkenswert ist, dass die Söhne von Antoinette Guilleaume namens Arnold, Theodor und Max, 1904 geadelt wurden, nicht aber die Mutter. Der Wert der Schenkung wurde seinerzeit mit ca. 160.000 Mark beziffert, das entspricht nach den Wertverhältnissen zu Beginn des 21. Jahrhunderts etwa € 820.000,00. Damit kommt ungewollt und unbewusst zum Ausdruck, dass Antoinette Guilleaume das angefangen hat, was unser Förderverein, der ursprünglich einmal Fritz Everhan-Stiftung heißen sollte, seit mehr als 50 Jahren fortführt, nämlich bürgerschaftliche Verantwortung für das Erbe der Stadt Köln übernehmen, also hier die Instandhaltung der Ulrepforte.

Um 1930

Die Idylle der Ulrepforte fand im 2. Weltkrieg ein vorläufiges Ende. Statt der Café-Gäste und Touristen kamen nun Kölner Bürger, die sich in den alten Gewölben vor den Bombenangriffen flüchteten. Die Ulrepforte diente als Luftschutzraum. Durch Kriegseinwirkungen wurde sie schwer beschädigt. Der Caponnièren-Aufbau des Jahres 1885/1886 wurde zerstört. Eine Nutzung des Gebäudes fand nach dem Krieg nicht mehr statt.
Hier das Ausmaß der Zerstörungen im Bild:

Um 1946

Was hatten die Gemäuer der Ulrepforte also nicht alles erlebt. Sie war zu einem Denkmal, zu einem Erinnerungsort für rund 750 Jahre Kölner Stadtgeschichte geworden. All dies drohte in der Nachkriegszeit in Vergessenheit zu geraten. Zehn Jahre lag das sehr in Mitleidenschaft gezogene Gebäude brach, es wurde als Schuttablageplatz missbraucht, andere drangen auf der Suche nach Brennholz und anderem Mehr in das Innere ein, erste Verhandlungen mit potentiellen Nutzern scheiterten.

1955, vor der Entschuttung

Die Parallele:

Kriegsende 1945 mit erlebtem Totalverlust von Wohnung und Geschäftsräumen am Hansaring zu Köln, Tod der Ehefrau durch Krankheit, Notquartier im Wochenendhaus am Fühlinger See, Kriegsenderlebnis als Untermieter in einem Kaff an der Sieg und nach dem Krieg dann auch noch erhebliche Beeinträchtigungen des beruflichen Wiederaufstiegs durch die Zonengrenzen.

Es wäre nicht Eberhard Hamacher, wenn er, aktiver Funk seit 1925 und Vorstandsmitglied seit 1930, nach all‘ dem nicht die Ärmel hoch gekrämpelt hätte und, den damaligen Gegebenheiten folgend, seinen Tatendrang einsetzte. So kam es, dass er zum 29.09.1945, erstmalig nach dem Krieg, die Schar der Roten Funken zusammenrief, von der allerdings – kriegsbedingt – nur 59 erreicht werden konnten.

Heimatgefühl, Geborgenheit, Verbundenheit, Freundschaft und Wiederaufbauwille waren 1945 die Aspekte, die ihn, der keiner politischen Organisation angehört hatte, nach den vorausgegangenen und auch noch nicht beendeten schweren Zeiten Präsident und Kommandant der Roten Funken (mit dem Spitznahmen „Hardes vun Fluh“) werden ließen. Viele Helfer, die damals im Rahmen ihrer Möglichkeiten ihr Bestes taten und auch seine Familie, unterstützten ihn bei seinen Bemühungen, auch für die Roten Funken eine neue Heimat zu finden. Eberhard Hamacher schaffte es: Wusste er doch aus dem letzten Jahrzehnt, welches in den Zweiten Weltkrieg mündete, dass die Roten Funken nie das richtige Domizil finden konnten und sich mehr von der Gaststättenebene mit Funkenecke bis zum Untermieter mit eigenem Casinoemblem bei anderen Gesellschaften nach oben zu arbeiten versuchten. Der Krieg machte diesem Streben einen Strich durch diese Rechnung.

Eberhard Hamacher
1888 – 1965
Präsident und Kommandant
(„Hardes vun Fluh“)
1945-1965

Die erste „Funkenburg“ entstand am Sachsenring 24, nahe bei der Ulrepforte. Eberhard Hamacher‘s Ideen und der positiven Mitwirkung des umtriebigen Gastronomen war es zu verdanken, dass die Roten Funken dort begeistert Einzug halten konnten. Das Haus war sehr repräsentativ; man bedenke, dass später das Festkomitee des Kölner Karnevals dort auch seine Büros unterhielt. Es gab für Eberhard Hamacher keine Pause. Er schaute schon bald nach vorne, um eine weitere Verbesserung der Heimatsituation für seine Roten Funken zu erreichen. Plötzlich war sie da, die Ulrepforte. Ihm war es gelungen, die Stadt Köln davon zu überzeugen, dass nur die Roten Funken der richtige Pächter für dieses im Krieg sehr mitgenommene Gebäude seien.

Sicher war es kein Leichtsinn und keine Überheblichkeit, sich an das aus dem 13./14. Jahrhundert stammende Gemäuer Ulrepforte heranzuwagen. Im Gegenteil, alles sollte gut überlegt sein, so wurde es auch gehandhabt. Man wollte bald mit der Entschuttung beginnen – mit eigenen Kräften und aus eigener Initiative heraus.

Als dann die Roten Funken mit Eberhard Hamacher an der Spitze gegenüber der Stadt Köln das Interesse an dem Objekt fundamentierten, ging alles recht schnell. Mit Hilfe des damaligen Bürgermeisters Theo Burauen konnten die Roten Funken die Ulrepforte 1955 von der Stadt Köln in Erbpacht nehmen. Dies mit der Maßgabe, dass der Erbpachtnehmer sowohl für den gesamten Außenbereich als auch für die Inneneinrichtung und Ausstattung zu sorgen hatte. Die Stadt gewährte dafür einen sehr niedrigen Erbpachtzins. Und wer, muss man fragen, war hierfür geeigneter als die Roten Funken, deren Vorläufer, die Kölner Stadtsoldaten, im 17. und 18. Jahrhundert an den Kölner Stadttoren Wache hielten – wenngleich sie wohl niemals an der Ulrepforte selbst standen? Sie sind, wie die Ulrepforte, eben auch Teil einer langen Stadtgeschichte. Als Nachfolger dieser Stadtsoldaten schon aus einem historischen Blickwinkel heraus ins Leben gerufen, hatten die Roten Funken selbst schon ein gehöriges Maß an Geschichte und Geschichten geschrieben.

Funke opgepaß! hieß es bereits am 17.09.1955 im ersten „Arbeids-Alärm“, den der Präsident und Kommandant Eberhard Hamacher an alle Funken sandte:

Funke opgepaß!
Vör et ehzte Funkejohr no’hm Kreeg – et wor
1946 – hatte mer die Parol usgegovve:

Dä Kreeg eß am Engk
uns Kölle ging drop
Funk Späu en de Hängk
un bau widder op!

Dat ha’mer em Funkekorps gedonn un och fähdig
gebraht.
Ävver jitz müsse mer noch en schwer Arbeid tun:
De Ühlepooz opbaue…

Daraufhin versammelten sich rund 100 Funken, vereint mit Bürgermeister Theo Burauen und anderen Hilfsbereiten, am 24. September 1955 an der Ulrepforte.

Wie der Kölner Stadt-Anzeiger einen Tag später schrieb, wurde aus der Aktion eine Art Volksfest.

Die stark beschädigte Ulrepforte wurde mit Fahnen behängt, die Kapelle Hardy von den Driesch und der Spielmannszug von Fritz Hohn lieferten die musikalische Untermalung zum Ehrendienst. Nachbarn aus dem Veedel versammelten sich um das Gebäude und wohnten der Aktion bei. Für die Jugendlichen regnete es in den Arbeitspausen Kamelle. Zur Stärkung der Beteiligten gab es reichlich Kölsch und Mettwurst. Am Schluss des Arbeitstages trat alles in Reih und Glied, mit „Schöpp un Hau“ auf der Schulter an und das Funkenkorps veranstaltete unter Vormarsch der Musik einen Zug um die Ulrepforte. Insgesamt 28 Lastwagen voll Schutt waren von morgens 08.00 Uhr bis zum Abend abtransportiert worden. Viele Funken wie z. B. Fritz Fuhr, Inhaber einer Baufirma, haben geholfen, haben Material, Fahrzeuge und vieles mehr zur Verfügung gestellt.
Die Entschuttung der Ulrepforte am 24.September 1955
Die Einweihung der Ulrepforte am 30. September 1956

Bildmitte mit Besen:
Präsident und Kommandant Eberhard Hamacher

So konnte etwa ein Jahr später, am 30. September 1956, die Ulrepforte feierlich eingeweiht werden, die Roten Funken zogen in die inzwischen in „Ülepooz“ umgetaufte alte stadtkölnische Wehranlage ein.

Es ging weiter und weiter, hatte sich doch unter Eberhard Hamacher, unterstützt von einigen ebenso sehr aktiven Funktionsträgern, eine gewaltige Aufgabe gestellt. Auch hier zeigt sich wie ein roter Faden weiterhin das Bedürfnis nach Heimat und Heimstatt für die Roten Funken und deren Erhaltung.

Von Geld war bisher keine Rede und das blieb auch noch eine Weile so. Hatte Eberhard Hamacher doch eine Vielzahl von Gönnern und Sponsoren um sich versammelt, die alle in der Geschichte der Roten Funken verewigt sind, die seinen Elan unterstützten und vieles realisierbar machten. Allerdings – irgendwann ging die Schere auseinander: Die Eigenleistungen, gleich welcher Art, konnten mit den Zustand des Gebäudes bedingten Anforderungen nicht mehr so recht mithalten. Fritz Everhan, der damalige Senatspräsident der Roten Funken und über viele Jahre ein enger Weggefährte Eberhard Hamachers, sah das eher gelassen und legte zu seinem 65. Geburtstag im Jahre 1964 zunächst mal 10.000 DM auf den Tisch. Das war es, der eigentliche „Urknall“ zur Geburt des heutigen „Förderverein Ühlepooz“. Einige Zeit später kam von Fritz Everhan nochmals die gleiche Summe hinzu und ein Senatsabend im Jahre 1965 brachte abermals diesen Betrag aus dem Kreis der Senatoren.

Eberhard Hamacher
1888-1965
Präsident und Kommandant
(„Hardes vun Fluh“)
1945 – 1965

Fritz Everhan
1899 – 1967
Senatspräsident
(„Nippfigürche“)
1955 – 1967

Die Neuzeit:

Nun hatte man einen schönen finanziellen Grundstock, der aber noch nicht so richtig aktiviert wurde. Die damalige Senatsschatzmeisterei verwaltete das Geld und brachte es zunächst auf ein Sparbuch zum Bankhaus Herstatt. Hinzu kam, dass Eberhard Hamacher zwischenzeitlich im Alter von 77 Jahren verstorben war und sich ein vorübergehender Stillstand ergab.

Bereits am 27. Mai 1964 hatten sich aber Fritz Everhan und Oskar Hamacher zusammengefunden, um einen Weg zu finden, die Grundlage für die Verwendung des Kapitals, welches sich noch vergrößern sollte, auf ein solides Fundament zu stellen sowie rechtlich und steuerlich zu ordnen.

So kam es nach 2-jähriger Vor- und Entwicklungsarbeit durch die beiden am 13. Juli 1966 in der Ulrepforte zur konstituierenden Mitgliederversammlung des „Verein der Freunde und Förderer der Ühlepooz e. V.“. Der Förderverein Ühlepooz schreibt sich als Besonderheit mit „h“. Mitgründer neben Fritz Everhan und Oskar Hamacher waren Hansgeorg Brock, Theo Burauen (inzwischen Oberbürgermeister der Stadt Köln), Karl Konstantin Neunzig, Burchard Otte sen. und Franz Reitler. Fritz Everhan wurde 1. und Theo Burauen 2. Vorsitzender, Oskar Hamacher übernahm die Geschäftsführung.

Die Entwicklung des Förderverein Ühlepooz nahm ihren Lauf. Zunächst kamen weitere 20.000 DM vom Himmelspöözge, nachdem der 1967 im Alter von 68 Jahren verstorbene Fritz Everhan in seinem Testament den Förderverein großzügig bedacht hatte. Sein Nachfolger im Amt des Vorsitzenden wurde sein Sohn, Walter Everhan.

Walter Everhan
(1922 – 2004)
Vorsitzender 1967 – 1974

Jetzt wurde es ernst: Die Anforderungen der Roten Funken, bei den immensen Reparaturkosten an Dach und Fach finanziell zur Seite stehen, wurden mehr und mehr. Aus dieser Situation heraus wurde im Vorstand die Idee geboren, dem Förderverein Ühleooz eine starke Gruppe leitender Persönlichkeiten aus der Kölner Wirtschaft nahe zu bringen. Das Ziel war, aus diesem Kreis alljährlich kontinuierliche Einnahmen zu erlangen. Erleichtert wurde dieses Vorhaben durch die schon sehr frühe Anerkennung des Fördervereins Ühlepooz als förderungswürdig und gemeinnützig durch den Rheinischen Landeskonservator und das zuständige Finanzamt. Dadurch war der Geschäftsführer Oskar Hamacher in die Lage versetzt, alle dankenswerterweise eingegangene Beträge – und auch solche die erwartet und erhofft wurden – mit steuerabzugsfähigen Spendenbescheinigungen zu quittieren.

Der Entwicklungsstand des Förderverein Ühlepooz war immer auf einem hohen Niveau angesiedelt. Das ist auch der Grund für den finanziellen Erfolg, den man nach wie vor mit großer Dankbarkeit registriert. Hierbei weiter vorausschauend wurde nach einer Idee von Oskar Hamacher im Verbund mit Walter Everhan die Institution „Nikolaus-Essen“ ins Leben gerufen.

Zum einen sollte allen dem Verein wohl gesonnenen Freunden und Förderern für regelmäßig erbrachte finanzielle Leistungen eine große Belobigung ausgesprochen werden. Zum andern sollten, und das jedes Jahr aufs Neue, einige Damen und Herren ergänzend eingeladen werden, eben um diesen Kreis zu erhalten und auch kontinuierlich zu erweitern. Bei dieser Gelegenheit wollte man die Neuen, aus dem Reservoir Unternehmensspitzen über gehobenem Mittelstand bis zur „sonstigen finanziellen Prominenz“ stammend, mit den Zielen und Aufgaben des Fördervereins Ühlepooz bekannt machen und anwerben. Das Rezept ging auf, inzwischen sind dem ersten Nikolaus-Essen im Jahre 1968 alljährlich und ununterbrochen viele weitere erfolgreiche Nikolaus-Essen gefolgt.
1974 übernahm Dr. h. c. Theo Burauen, inzwischen OB a. D., von Walter Everhan das Amt des Vorsitzenden. Theo Burauens Nachfolge trat 1983 der damalige Oberbürgermeister Dr. h. c. Norbert Burger an. Im Verlaufe der Jahre ging der Vorsitz an die späteren Oberbürgermeister Dr. h. c. Fritz Schramma und schliesslich an Jürgen Roters über.

Dr. h. c. Fritz Schramma
Oberbürgermeister der Stadt Köln a. D.
Vorsitzender von 2007 bis 2012
Ehrenvorsitzender seit dem 27.06.2012

Jürgen Roters
Oberbürgermeister der Stadt Köln a. D.
Vorsitzender von 2012 bis 2017
Ehrenvorsitzender seit dem 17.03.2017

Dr. h. c. Theo Burauen
1906 – 1987
Oberbürgermeister der
Stadt Köln a. D.
Ehrenbürger der Stadt Köln
Stellvertretender Vorsitzender von 1966 – 1974
Vorsitzender von 1974-1983

Die aktuelle Vorsitzende ist

Henriette Reker
Oberbürgermeisterin der Stadt Köln
Amtsantritt als Vorsitzende am 17.03.2017

Oskar Hamacher bekleidet das Amt des Stellvertretenden Vorsitzenden seit dem 17.10.2006. Er trat damit die Nachfolge des verstorbenen langjährigen Freund und Förderer Dr. Eberhard Gilles an, der diese Position fast 19 Jahre ausgeübt hatte. Oskar Hamacher wurde praktisch, nach seinem wohl nur vorläufigen Ausscheiden aus dem Vorstand im Jahre 1998 „reaktiviert“.

Oskar Hamacher
Mitgründer des Vereins (1966)
Geschäftsführendes
Vorstandsmitglied 1966 – 1998
Stellvertretender Vorsitzender
seit dem 17.10.2006

Zu erwähnen ist, dass die bisherigen Vorsitzenden durch das Geschäftsführende Vorstandsmitglied Oskar Hamacher zunächst von 1966 bis 1998 in mehr als 30 Jahren arbeitsintensiver und erfolgreicher „Club-Managertätigkeit“ begleitet wurden. Nicht zuletzt dank der Unterstützung durch seine Familie. Auf seinen Vorschlag hin ging das Amt des Geschäftsführenden Vorstandsmitglieds 1998 auf Hamachers Funkenfreund Markus Ritterbach über. Markus Ritterbach hat danach „seinen“ Vorsitzenden Dr. h. c. Norbert Burger von 1998 bis 2006 in mehr als 8 Jahren voller Mitarbeit begleitet. Schade, durch seine Spitzenfunktion als neuer Präsident im Festkomitee des Kölner Karneval von 1823 e. V. konnte Markus Ritterbach der sich dadurch ergebenden Doppelbelastung, hier Ühlepooz und dort Festkomitee, nicht mehr nachkommen. Aber, bis dahin, in der Zeit vom 21.04.1998 bis zum 17.10.2006, war Oskar Hamacher nicht untätig. Er blieb als gerne und oft in Anspruch genommener Berater des Vorstandes dabei.

Markus Ritterbach wurde von Isabelle Assenmacher-Wertz als neues Geschäftsführendes Vorstandsmitglied abgelöst. Inzwischen bekleidet Helmut Brügelmann – seit dem 04.07.2013 – das Amt des Geschäftsführenden Vorstandsmitglieds.

Mit seinem Re-Start als Stellvertretender Vorsitzender begleitet Oskar Hamacher nunmehr ab 2006 wieder „seine“ Vorsitzenden – Dr. h. c. Norbert Burger, wie bereits gehabt – und dann von 2007 an Dr. h. c. Fritz Schramma und schließlich ab 2012 Jürgen Roters, beides ebenso Kölner Oberbürgermeister.

Nun steht Oskar Hamacher als „der Stellvertreter“ an der Seite von Henriette Reker, seit dem 17.03.2017.

Oskar Hamacher wurde für sein jahrzehntelanges Engagement im kulturellen Bereich und im Dienste „seiner“ Ühlepooz mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes offiziell geehrt.

Das Modell Nikolaus-Essen, bereits in Kurzform wiedergegeben, bewährt sich und wird weiterhin mit hoffentlich ebenso weiter erfolgsunterlegten Resultaten praktiziert. Die Wirkung ist insbesondere darin zu sehen, dass sich mit dem Förderverein Ühlepooz eine beachtliche Anzahl Damen und Herren aus Führungspositionen der Kölner Wirtschaft, Industrie, Handel, Banken, Versicherungen, freien Berufen u.v.m. wohlwollend verbunden fühlen. Der Kreis der Freunde und Förderer der Ühlepooz kann sich sehen lassen – und dafür auch hier im Internet nochmals ein herzliches „Dankeschön“!

Man kann es sich kaum vorstellen: Seit seiner Gründung im Jahre 1966, man konnte bereits das 50jährige Jubiläum feiern, hat der Förderverein Ühlepooz für die Erhaltung der Ulrepforte –oder seiner Ühlepooz-  auf der klar umrissenen Basis seines konkreten Satzungszwecks viele Beträge zur Verfügung stellen können. In der Addition ist man nicht weit von 1,5 Millionen Euro entfernt.

Man glaubt: Für weitere Maßnahmen sei auch noch eine ansehnliche Reserve vorhanden, mit Recht, man arbeitet dran – wie immer.

Heute:

Der Förderverein Ühlepooz ist, wie in den zurückliegenden Jahrzehnten, sicher weiterhin der Garant für die Bereitstellung namhafter Beträge für die Erhaltung der Bausubstanz des Baudenkmals Ulrepforte und damit auch des Rote Funken-Hauptquartiers.

Auch wenn die Zeiten nicht gerade schlecht sind und das wirtschaftliche Umfeld vielerorts durchaus positive Änderungen erfahren hat, muss man jeder Herausforderung gerecht werden. Auch den sicher kommenden…und man sollte wachsam und vorbereitet sein. Es heißt nicht umsonst: Qualität bewährt sich immer. Die Ulrepforte/Ülepooz/Ühlepooz hat in der Tat wirklich viel Ähnlichkeit mit unserem viel geliebten Kölner Dom: Man wird mit den Sanierungs-, Erhaltungs- und Renovierungsarbeiten nie fertig.

Und eben für diese gute Sache sollten sich auch weiterhin alle erreichbaren Möglichkeiten erschließen.

So stellt die Ulrepforte heute eine Kölner Sehenswürdigkeit ersten Ranges dar, Grund genug, ihrer Entwicklung noch einmal intensiv nachzugehen. Deshalb: Die Baugeschichte wurde in der im Herbst 2005 erschienenen Publikation „Vom Stadtsoldaten zu den Roten Funken – Militär und Karneval in Köln“ (Herausgeber: Heinz-Günther Hunold, Wilfried Drewes, Michael Euler-Schmidt) ebenso wissenschaftlich als auch umfangreich aufgearbeitet.

Nachlesen lohnt sich.

Morgen:

„Schnee von gestern“ oder „ein alter Hut“ oder sogar „da wird doch nie was draus“, man kennt diese Floskeln. Der Vorstand des Fördervereins Ühlepooz und insbesondere der Verfasser dieses Beitrags kam sich oft als Prediger in der Wüste vor,  mit seinem ständigen Begehren, was da lautete: Unsere „Ühlepooz“ ist nicht nur zu klein sondern wird auch in vielerlei Hinsicht nicht richtig genutzt. Das sollte kein Vorwurf gegenüber irgendjemand sein, sondern eine Feststellung. Was missfiel? Auf der einen Seite werden die Roten Funken immer größer und berühmter, ein erfreulicher Umstand, der aber auch Material „in Hülle und Fülle“ mit sich brachte. Der sich vielleicht laienhaft anhörende Wunschzettel lautete „da muss etwas angebaut werden“. Der Turm ist beispielsweise voll belegt mit Räumen für die sogenannte und sicher notwendige Kammer, dazu Platz nehmendes Inventar… und das sieht alles nicht so schön sondern eher sehr ungeordnet aus. Gerade die Roten Funken haben im Verlaufe der Jahrzehnte, man kann fast von 2 Jahnhunderten sprechen, so viele „Schätze“ angesammelt, die vielfach reif für ein Museum sind und entsprechend präsentiert werden sollen. Man blickt beispielsweise auf die Ehrengarde der Stadt Köln, die in ihrem Domizil „Hahnentor“ ein kleines Museum etabliert hat: Genau das fehlt „uns“. Auch die Geschäftsstelle der Roten Funken im ehemaligen Senatszimmer, welches mit kostbaren Möbeln aufgrund einer Stiftung eines Mäzens aus Berlin (!) in den zurückliegenden 30iger Jahren – der den Roten Funken sehr zugetan war – ausgestattet war, wird ganz einfach „missbraucht“. Aus der räumlichen Enge heraus (Tenor: Ich möchte da nicht arbeiten) platzt hier aktuell eigentlich alles aus den Nähten. Dass dieser Sachverhalt einhergeht mit Unordnung – das ist kein Vorwurf – versteht sich von selbst. Es kam auch die Idee auf, jedenfalls diesseits und vorschlagsweise, notwendige Büroflächen auszulagern und auch für manches Inventar andere Räume anzumieten. Man stellte natürlich dem vermeintlichen Ideenbringer, der es wirklich „gut“ meinte und sich auch auf langjährige Erfahrung stützen konnte, natürlich auch die Frage „Wer soll das bezahlen?“. Eine lange Denkperiode. Der Kreis der Gedankenträger, Vorschlagenden und Ideenproduzenten wurde immer größer. Es gab keine Widerstände sondern ein freundliches Nebeneinander…

Dann, ganz plötzlich war es da, das große Kernthema hatte seinen Reifeprozess überstanden. Das alles gipfelte in der Aussage

„Zukunftskonzept Ülepooz – Stadtkultur ab 1245

Zeitschichten Erkennen, Erleben, Nutzen und Erhalten“

Man war nicht weit vom Jahr 2010 entfernt. Es kam noch das Wort „Entlastungsbau“ als Untertitel dazu und man tagte, plante, berechnete und tat noch vieles mehr. Und man dachte auch „wenn das alles so klappt sind wir sicher 2016 so weit, um den Entlastungsbau zu erobern“.

Denkste. Ausgelöst durch anderweitige Brandkatastrophen kamen die Behörden auf einmal darauf, den Roten Funken zunächst einmal die Herstellung eines 2. Rettungswegs „zu empfehlen“. Bei diesen umfangreichen und kostenträchtigen Arbeiten stellten sich dann im Bereich der Turmfundamente erschreckende Tatsachen vor: Entgegen aller Annahmen waren die Fundamente des östlichen Halbwehrturmes nur geringfügig vorhanden. Es stellte sich die Frage, mit allem Ernst: Fällt der Turm bald um? Statiker waren gefragt, es mussten Zwischenbauzustände erarbeitet werden, damit weder Mensch noch Denkmal während der Arbeiten zu Schaden kamen. Die komplizierten Berechnungen hierzu und deren Prüfungen haben vornehmlich zu einer erheblichen Ausweitung der geplanten Bauzeit geführt. Endlich war er dann fertig, der untere Teil des Rettungswegs und der obere Teil dazu, 2015 als Provisorium erstellt, konnte inzwischen vollendet werden.

Parallel dazu lief die Planung des ursprünglichen Bauvorhabens, nämlich des erwähnten Entlastungsbau, weiter. Es bot sich die kleine Grasfläche zwischen den Häusern Sachsenring 40 und unserer Ulrepforte (Sachsenring 42) an. Man kann es kaum glauben: Die Roten Funken „gehen in die Erde“. Die Planer entwickelten ein ansprechendes Konzept mit, man höre und staune, viel Beton, Glas und Stahl. „Pfui“ würde manch einer sagen, aber die Fachleute leisteten eine tolle Arbeit und das, was man sich in den Köpfen vorstellte, brachte man auch durch Modelle, Bebilderungen und vieles mehr nach außen hin zur Kenntnis. Da tat sich was und sogar etwas ganz großes. Im Oktober 2014 gab es dann den so lange ersehnten und hart erarbeiteten „großen runden Tisch“ mit der Verwaltung der Stadt Köln. Dazu kamen 16 Fachämter, die alle etwas zu sagen hatten, um als Resultat die Eckpunkte für eine genehmigungsfähige Planung abzustimmen.

Aha, dann kommt ja bald die Baugenehmigung: Machen wir uns nichts vor. Die Roten Funken feiern im Jahr 2023 ihr 200jähriges Jubiläum. Soll man sagen: Bis dahin wird alles fertig sein? Oder sollte man sich hier raus halten und auf die Fachleute vertrauen, die einerseits für die Technik im Allgemeinen und auch für die Finanzierung im Besonderen zuständig sind und die entsprechende Qualifikation haben? Ich denke: Man kann. Dazu gesagt: Der Förderverein Ühlepooz steht jedenfalls mit allem Wohlwollen und auch mit der angemessenen Hilfsbereitschaft zur Verfügung. So „unter uns gesagt“, die Bausumme wird um die 2 Mio. Euro liegen und wird mindestens zur Hälfte aus Eigenmitteln der Roten Funken gestemmt. Woher? Es gab und gibt dazu großzügige Spenden vieler, vieler Roten Funken, Freunden und Gönnern. Übrigens, der Förderverein Ühlepooz ist bisher (Stand: Sommer 2017) auch mit ca. € 200.000 „mit von der Partie“ und wird sicher auch Weiteres tun, gestützt durch seine Satzung, seinen Satzungszweck und die darin eingebettete Mittelverwendung.

Foto: Oskar Hamacher, 2013

Satzung

EINLEITUNG ZUR SATZUNG
Der Verein wurde in der konstituierenden Mitgliederversammlung am 13. Juli 1966 in der Ühlepooz von den Herren

 

Dipl.-Ing. Hansgeorg Brock †
Dr. h.c. Theo Burauen, Oberbürgermeister †
Fritz Everhan †
Oskar Hamacher
Karl Konstantin Neunzig †
Burchard Otte †
Franz Reitler †

gegründet. Die Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht Köln erfolgte am 7. September 1966.

Die derzeitigen Mitglieder (§ 3 der Satzung) sind

Henriette Reker, Oberbürgermeisterin (Vorsitzende)
Oskar Hamacher (Stellvertretender Vorsitzender)
Helmut Brügelmann (Geschäftsführer)

Johannes Berglar
Edgar Esser
Heinz-Günther Hunold
Dipl.-Ing. Dieter Kleinjohann
Dipl.-Kfm. Heiner Keller-Berndorff
Dipl.-Ing. Hanspeter Kottmair
Markus Ritterbach
Dr. Damian van Melis

Ehrenvorsitzende:

Dr. h.c. Fritz Schramma, Oberbürgermeister a.D.
Jürgen Roters, Oberbürgermeister a. D.

Unbedenklichkeitsbescheinigung des Landeskonservators Rheinland vom 12.07.1966

Die förderungswürdige Gemeinnützigkeit wurde mit Bescheiden des Landeskonservators Rheinland vom 12. Juli 1966 und des ursprünglich zuständigen Finanzamtes Köln-Körperschaften vom 8. August 1966 ff.- zuletzt vom Finanzamt Köln-Altstadt am 18.08.2016 – anerkannt.

Satzung - Zum Öffnen bitte anklicken!
EINLEITUNG ZUR SATZUNG

 

Der Verein wurde in der konstituierenden Mitgliederversammlung am 13. Juli 1966 in der Ühlepooz von den Herren

Dipl.-Ing. Hansgeorg Brock †
Dr. h.c. Theo Burauen, Oberbürgermeister †
Fritz Everhan †
Oskar Hamacher
Karl Konstantin Neunzig †
Burchard Otte †
Franz Reitler †

gegründet. Die Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht Köln erfolgte am 7. September 1966.

Die derzeitigen Mitglieder (§ 3 der Satzung) sind

Henriette Reker, Oberbürgermeisterin (Vorsitzende)
Oskar Hamacher (Stellvertretender Vorsitzender)
Helmut Brügelmann (Geschäftsführer)

Johannes Berglar
Edgar Esser
Heinz-Günther Hunold
Dipl.-Ing. Dieter Kleinjohann
Dipl.-Kfm. Heiner Keller-Berndorff
Dipl.-Ing. Hanspeter Kottmair
Markus Ritterbach
Dr. Damian van Melis

Ehrenvorsitzende:

Dr. h.c. Fritz Schramma, Oberbürgermeister a.D.
Jürgen Roters, Oberbürgermeister a. D.

Unbedenklichkeitsbescheinigung des Landeskonservators Rheinland vom 12.07.1966

Die förderungswürdige Gemeinnützigkeit wurde mit Bescheiden des Landeskonservators Rheinland vom 12. Juli 1966 und des ursprünglich zuständigen Finanzamtes Köln-Körperschaften vom 8. August 1966 ff.- zuletzt vom Finanzamt Köln-Altstadt am 18.08.2016 – anerkannt.

SATZUNG

§1

Name, Sitz und Geschäftsjahr

Der Verein führt den Namen:

”Verein der Freunde und Förderer der Ühlepooz  ’Fritz Everhan-Stiftung’ e.V.“.

Der Verein hat seinen Sitz in Köln und ist unter 43 VR 5905 im Vereinsregister des Amtsgerichts Köln eingetragen.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

 

§2 

Zweck des Vereins

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts ”Steuerbegünstigte Zwecke” der Abgabenordnung (AO) in der jeweils gültigen Fassung.

Zweck des Vereins ist die dauernde Instandhaltung der Ulrepforte, eines am Sachsenring 42 zu Köln gelegenen historischen Baudenkmals aus dem 13./14. Jahrhundert, im Volksmund ”Ühlepooz” benannt, im Eigentum der Stadt Köln stehend und von dieser an die ”Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e.V.” (Rote Funken) mit dem Erbbauvertrag vom 13.8./6.11.1957 verpachtet.

Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch die Instandhaltungsverpflichtung des Vereins, welche bei außergewöhnlichen Maßnahmen, deren Kostentragung der Stadt Köln nicht obliegt und der Kasse der Roten Funken nicht mehr zugemutet werden kann, beginnt. Die Instandhaltungsverpflichtung kann durch Geld, Sachwerte und Leistungen erfüllt werden und ist mit der Aufzehrung des Vereinsvermögens begrenzt.

Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Zwecke.

Die Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen gemeinnützigen denkmals- und heimatpflegenden Zwecke verwandt werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins und niemand darf durch Vereinsausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, begünstigt werden oder sonstwie unverhältnismäßig hohe Vergütungen erhalten.

Eine Änderung des Vereinszwecks ist ausgeschlossen.

 

§3

Mitgliedschaft

Der Verein hat mindestens 7 und höchstens 12 Mitglieder. Jeder unbescholtene Bürger kann durch Berufung die Mitgliedschaft erwerben. Die Berufung erfolgt durch den Vorstand und nach einem diesbezüglichen Beschluss der Mitgliederversammlung.

Die Mitgliedschaft erlischt:

a)
durch Austritt, der schriftlich dem Vorstand mit einer Frist von 3 Monaten zum Quartalsende zu erklären ist,

b)
durch Ausschluss, der aus wichtigem Grund von der Mitgliederversammlung beschlossen und ausgesprochen wird. Zuvor müssen mindestens 2 Mitglieder den Ausschluss beim Vorstand oder den übrigen Mitgliedern schriftlich beantragt haben; bei der Abstimmung über den Ausschlussantrag hat der Auszuschließende kein Stimmrecht,

c)
durch Tod.

d)
Sinkt die Zahl der Mitglieder auf unter 7 Personen, so haben binnen 3 Monaten ausreichende Berufungen zu erfolgen.

e)
Dem jeweiligen Präsidenten der Roten Funken ist die Mitgliedschaft anzutragen, sie erlischt beim Ausscheiden aus diesem Amt, soweit die Mitgliederversammlung keinen anderslautenden Beschluss fasst.

f)
Ebenso ist dem jeweiligen Oberbürgermeister/der jeweiligen Oberbürgermeisterin der Stadt Köln sowohl die Mitgliedschaft als auch die Position des Vorsitzenden des Vereins anzutragen.

Mit der Beendigung der Amtszeit als Oberbürgermeister/Oberbürgermeisterin endet ebenso die Amtszeit als Vorsitzender des Vereins.

Bis zur Annahme der Mitgliedschaft und des Vorsitzes durch den neuen Oberbürgermeister/die neue Oberbürgermeisterin bleibt der/die bisherige Vorsitzende im Verein im Amt. Das gilt auch für den Fall, dass der neue Oberbürgermeister/die neue Oberbürgermeisterin die Mitgliedschaft und den Vorsitz nicht annehmen sollte.

g)
Der Vorstand ist berechtigt, ausgeschiedene Vorsitzende zu Ehrenvorsitzenden und ausgeschiedene und besonders verdiente Mitglieder zu Ehrenmitgliedern zu ernennen. Diese sind berechtigt, an allen Veranstaltungen des Vereins teilzunehmen. Sie scheiden aus dem Kreis der 12 Mitglieder (§ 3 Satz 1) aus. Finanzielle Pflichtleistungen sind nicht zu erbringen.

h)
Die Mitglieder sind grundsätzlich nicht zur Entrichtung laufender Beiträge verpflichtet, sie sollen aber vorbildlich alljährlich regelmäßige gleich hohe finanzielle Leistungen erbringen, um damit die Spendenfreudigkeit Außenstehender anzuregen.

i)
Der jeweilige Präsident der Roten Funken ist nicht verpflichtet, irgendwelche finanziellen Leistungen zu erbringen.

 

§4

Organe des Vereins

Organe des Vereins sind:

a)
der Vorstand,

b)
die Mitgliederversammlung.

 

§5

Vorstand

Der Vorstand besteht aus 3 Mitgliedern, dem/der Vorsitzenden, dem/der Stellvertretenden Vorsitzenden und dem Geschäftsführer/der Geschäftsführerin.

Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich jeweils durch zwei Vorstandsmitglieder vertreten. Der Vorstand wird auf drei Jahre gewählt. Nach Beendigung der Amtszeit bleibt der Vorstand so lange im Amt, bis dass ein neuer Vorstand gewählt ist. Wiederwahl ist zulässig.

Dem Vorstand obliegt die Besorgung aller Angelegenheiten des Vereins, die Verwaltung des Vereinsvermögens und die Ausführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung. Der Vorstand ist in seiner Tätigkeit den Grundsätzen von Treu und Glauben unterworfen und dem Verein gegenüber zur sachdienlichen Erfüllung aller Aufgaben verhaftet.

Der/Die Vorsitzende und bei seiner/ihrer Verhinderung der/die Stellvertretende Vorsitzende leiten den Verein, der Geschäftsführer/die Geschäftsführerin erledigt die laufenden Geschäfte.

 

§6

Mitgliederversammlung

Binnen 5 Monaten nach Ablauf eines jeden Geschäftsjahres findet eine ordentliche Mitgliederversammlung statt.

Die Einberufung hierzu erfolgt schriftlich durch den Geschäftsführer/die Geschäftsführerin in Abstimmung mit dem Vorsitzenden mit Angabe der Tagesordnung.

Wenn das Vereinsinteresse es erfordert, können vom Geschäftsführer/von der Geschäftsführerin in Abstimmung mit dem Vorsitzenden oder auf Antrag von mindestens drei Mitgliedern vom Geschäftsführer/von der Geschäftsführerin Außerordentliche Mitgliederversammlungen mit Angabe der Tagesordnung schriftlich einberufen werden.

Alle Einberufungen haben bis spätestens 2 Wochen vor dem anberaumten Versammlungstermin zu erfolgen.

Die Mitgliederversammlung wird vom/von der Vorsitzenden und bei dessen/deren Verhinderung vom/von der Stellvertretenden Vorsitzenden geleitet. Sind beide verhindert, obliegt die Leitung dem ältesten Vereinsmitglied.

Der Beschlussfassung der Mitgliederversammlung unterliegen insbesondere:

a)
Wahl des/der Vorsitzenden, soweit § 3 Abs. f nicht zutreffen sollte,

b)
Wahl des/der Stellvertretenden Vorsitzenden,

c)
Wahl des Geschäftsführers/der Geschäftsführerin,

d)
Entgegennahme und Genehmigung des Geschäftsberichtes und der Jahresabrechnung (§ 9 Satz 1),

e)
Entgegennahme des Prüfungsberichtes der Kassenprüfer und Entlastung des Vorstandes (§ 9 Satz 2),

f)
Wahl von 2 Kassenprüfern (§ 9 Satz 3),

g)
Erfüllung der Instandhaltungsverpflichtung – Freigabe der hierzu notwendigen Mittel (§ 2 Satz 3 und 4),

h)
Berufung von Mitgliedern (§ 3),

i)
Ausschluss von Mitgliedern (§ 3 Ziffer b),

k)
Änderung der Satzung,

l)
Auflösung des Vereins (§ 11).

Über Anträge, die außerhalb der Tagesordnung gestellt werden, kann verhandelt und beschlossen werden, wenn die Mitgliederversammlung dies beschließt.

Über den Verlauf einschließlich Beschlussfassung einer jeden Mitgliederversammlung ist vom Geschäftsführer/von der Geschäftsführerin ein Protokoll aufzunehmen und allen Mitgliedern abschriftlich zu übersenden.

 

§7

Abstimmung

Jedes Mitglied (§ 3 Satz 1) hat Sitz und Stimme in der Mitgliederversammlung (außer im Fall des § 3 Ziff.b)). Der Vorstand kann nur aus Vereinsmitgliedern bestehen. Als Kassenprüfer können auch Nichtmitglieder von der Mitgliederversammlung vorgeschlagen und gewählt werden. Ein Vorstandsmitglied kann nicht zum Kassenprüfer gewählt werden. Kassenprüfer, die nicht zugleich Mitglied sind, haben kein Stimmrecht.

Die Mitgliederversammlung ist bei Anwesenheit von mindestens 5 Mitgliedern beschlussfähig. Alle Beschlüsse werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst; Bei Stimmengleichheit gilt der jeweilige Antrag als abgelehnt.

Ist eine Mitgliederversammlung beschlussunfähig, so ist sofort auf Antrag eines Mitglieds eine spätestens nach 4 Wochen stattfindende neue Mitgliederversammlung einzuberufen (§ 6 Satz 4), die dann ohne Rücksicht auf die Anzahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig ist.

Beschlüsse über eine Änderung der Satzung oder über die Auflösung des Vereins bedürfen einer Stimmenmehrheit von dreiviertel der abgegebenen Stimmen.

 

§8

Vereinsvermögen

Die Einkünfte des Vereins bestehen aus freiwilligen Zuwendungen Dritter. Das Vereinsvermögen ist zur Mehrung desselben banküblich abgesichert anzulegen, und zwar so, dass im Bedarfsfalle hierauf ohne Verzögerung ganz oder teilweise zurückgegriffen werden kann.

Kein Vorstandsmitglied hat Verfügungsgewalt über das Vereinsvermögen; Verfügungen sind nur auf Grund eines Beschlusses der Mitgliederversammlung durch den Vorstand möglich.

 

§9

Geschäftsführer und Kassenprüfer

Der Geschäftsführer/die Geschäftsführerin hat einmal jährlich einen Geschäftsbericht und eine Jahresabrechnung (Bilanz mit Gewinn- und Verlust-Rechnung) zu erstellen und diese rechtzeitig vor der ordentlichen Mitgliederversammlung abschriftlich allen Mitgliedern mit Unterzeichnung zu übersenden.

Die Kassenprüfer haben gemeinsam rechtzeitig vor der ordentlichen Mitgliederversammlung die gesamte Rechnungsführung sachlich und rechnerisch zu prüfen und in der ordentlichen Mitgliederversammlung über das Ergebnis zu berichten.

Die Kassenprüfer werden immer auf ein Geschäftsjahr gewählt; Wiederwahl ist möglich.

 

§10

Ehrenämter

Die Mitgliedschaft im Verein, die Tätigkeit als Vorsitzender/Vorsitzende, Stellvertretender Vorsitzender/Stellvertretende Vorsitzende, Geschäftsführer/Geschäftsführerin, Kassenprüfer oder Versammlungsleiter/Versammlungsleiterin sind Ehrenämter und bedingen keinerlei Anspruch auf Zuwendungen, Rückzahlungen und dergleichen aus dem Vereinsvermögen, auch nicht bei Ausscheiden, Ausschluss oder bei Auflösung und Aufhebung des Vereins.

 

 §11

Auflösung und Aufhebung des Vereins

Bei Auflösung und Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks ist eventuell vorhandenes Vereinsvermögen der Stadt Köln mit der Maßgabe zu übergeben, dieses ausschließlich für den satzungsgemäßen Zweck (§ 2) zu verwenden. Sollte der satzungsgemäße Zweck erfüllt sein, so ist das Vermögen zur Erhaltung kölnischer Eigenart, Heimatpflege, Sprache und Baudenkmäler zu verwenden.

Führungen

Eine Innen- und Außenbesichtigung der Ulrepforte ist in der Regel zu jeder Zeit möglich.

Die kurzweilige Durchführung obliegt langjährigen und erfahrenen Mitgliedern der Roten Funken, die sich in „ihrer Burg“ bestens auskennen. Dauer ca. 1,5 bis 2 Stunden, Mindestteilnehmerzahl: 10 Personen. Es wird ein Kostenbeitrag von € 5,00/Person erhoben. In Sonderfällen können kostenlose Führungen beantragt werden.

Kontaktmöglichkeiten über Telefon 0221 – 524381 – Rolf Pauly, oder über die Geschäftsstelle der Roten Funken, Telefon 0221 – 311564..

Gründung

Der Verein wurde in der konstituierenden Mitgliederversammlung am 13.07.1966 in der Ulrepforte von sieben Kölner Bürgern gegründet. Im Einzelnen handelte es sich bei „den Männern der ersten Stunde“ um

  • Ing. Hansgeorg Brock,
    Ingenieurbüro für Heizung, Lüftung, Sanitär
  • h.c. Theo Burauen,
    Oberbürgermeister der Stadt Köln
  • Fritz Everhan,
    Porzellangroßhandlung Everhan & Sohn, Köln
  • Oskar Hamacher,
    Industriekaufmann Verkehrssignaltechnik
  • Karl Konstantin Neunzig,
    Maler- und Lackierbetrieb
  • Burchard Otte,
    Handelsvertreter Süßwaren
  • Franz Reitler,
    Einzelhandelskaufmann Schuhbranche

Notar
Dr. Eberhard Gilles

Beurkundet wurde die Gründung durch den Kölner Notar Dr. Eberhard Gilles, der später dem Verein als weiteres Mitglied beitrat und am 08.09.1987 das Amt des Stellvertretenden Vorsitzenden – für 19 Jahre – übernahm.

Die Eintragung des Vereins im Vereinsregister beim Amtsgericht Köln erfolgte am 07.09.1966.

Der aktuelle Vorstand

V.l.n.r.: Oskar Hamacher, Stellvertretender Vorsitzender,
Henriette Reker,Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, Vorsitzende,
Helmut Brügelmann, Geschäftsführer

Geschichte eines Stadttores

Die Ulrepforte war Teil der mittelalterlichen Mauer (3. Stadterweiterung) der freien Reichsstadt Köln. Sie liegt in der Nähe der früheren Gemarkungsgrenze zwischen dem Bezirk des Severinsklosters (Stift Severin) und dem Bezirk des Klosters St. Pantaleon (Benediktiner-Abtei) im südwestlichen Bereich der Stadt. Als Stadttor ca. 1230 gebaut, hat die Ulrepforte diese Funktion nicht lange wahrgenommen. Sie lag an keiner der damals wichtigen Strassen, welche die Stadt Köln mit dem Umland verbanden (wie z.B. Severinstraße, Weyerstraße (heute: Luxemburger Straße), Aachener Straße, Neusser Straße). Die Toranlage diente wohl ursprünglich nur dem Zugang zu den unmittelbar vor den Mauern liegenden landwirtschaftlichen Flächen (Severinsfeld; Pantaleonsfeld, später: Sülzer Feld), die zu Köln gehörten und von Kölner Bürgern bzw. deren Pächtern bewirtschaftet wurden.

Im 15. Jahrhundert wird an die Ulrepforte eine Mühle für das nahegelegene Kartäuserkloster angebaut. Sie erhält den Namen Kartäuser-Mühle.

Stadtmauer-Innenseite
(Stadtseite) um 1800

Die Ulrepforte mit der alten Windmühle, wie Samuel Prout sie 1824 sah
Um 1881, Aufnahme des Hoffotografs Anselm Schmitz (veröffentlicht in der sog. Köln-Edition des Archiv-Verlags, Braunschweig, Bd. V, Blatt 01056, im Zuge einer Sammlung von 12 Stadtmauerfotos aus dieser Zeit)

Weitere Um- und Ausbauten erfolgen bis in die 80er Jahre des 19. Jahrhunderts, zuletzt durch die Fabrikantenfamilie Guilleaume. Die Familie betrieb gleich vor der Stadtmauer eine große Seilerei und nutzte für einige Jahre die Ulrepforte als Lagerraum – es gingen nun also Arbeiter der Seilerei in der Pforte ein und aus. Bereits 1885/86 ließ die Familie Guilleaume die gesamte Anlage zu einer Gaststätte umbauen.

Auf der Caponnière errichtete man ein Restaurant im neogotischen Stil. Zudem erhielt der Mühlenturm einen romantischen Holzaufbau samt Aussichtsgalerie. Sonntagsausflügler und Spaziergänger, die auf den bepflanzten Festungsglacies flanierten, kehrten in die Gaststätte Ulrepforte ein und genossen den weiten Blick von der Aussichtsgalerie.

Die Idylle der Ulrepforte fand im 2. Weltkrieg ein vorläufiges Ende. Statt der Café-Gäste und Touristen kamen nun Kölner Bürger, die sich in den alten Gewölben vor den Bombenangriffen flüchteten. Die Ulrepforte diente als Luftschutzraum. Durch Kriegseinwirkungen wurde sie schwer beschädigt. Der Caponnièren-Aufbau des Jahres 1885/1886 wurde zerstört. Eine Nutzung des Gebäudes fand nach dem Krieg nicht mehr statt.
Um 1930
Um 1946
1955, vor der Entschuttung

1955 übernehmen die Kölner Roten Funken, deren Vorläufer, die Kölner Stadtsoldaten, im 17. und 18. Jahrhundert an den Kölner Stadttoren Wache hielten (wenngleich sie wohl niemals an der Ulrepforte selbst standen) und sich korrekterweise „Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e.V.“ nennen, mit ihrem Präsidenten Eberhard Hamacher an der Spitze, die Ulrepforte in Erbpacht. Die Gesamtanlage wird seitdem bis heute mit hohem finanziellem und ideellem Aufwand restauriert und für Vereinszwecke genutzt. Die Roten Funken stellen sich als das älteste Traditionskorps im Kölner Karneval mit großem stadtgeschichtlichen Hintergrund dar. Dies mit der Maßgabe, das der Erbpachtnehmer sowohl für den gesamten Außenbereich als auch für die Inneneinrichtung und Ausstattung zu sorgen hatte. Die Stadt gewährte dafür einen sehr niedrigen Erbpachtzins.

Die Ulrepforte ist eigentlich nur das alte Stadttor. Heute wird im allgemeinen Sprachgebrauch die Gesamtanlage, also das Tor, der Mühlenturm und die Caponnière, als Ulrepforte bezeichnet.

Beim Ulretor handelt es sich um ein sogenanntes Doppelturmtor, einen mehrgeschossigen Mittelbau mit Durchfahrt. An den feldseitigen Kanten sind Schalen oder Röhren angefügt. Im Südwesten der Stadt, wo sich unübersichtliches Gelände –auch vor dem Ulretor- erstreckte, überragte der Mittelbau der Stadttore die Flankentürme um ein zusätzliches Geschoß. Das Prinzip der Doppelturmtore geht auf römische Ursprünge zurück. Gleichwohl sind nach Aussage des Landeskonservators Prof. Dr. Udo Mainzer die Tore Kölns eine eigenschöpferische Leistung, welche die Blüte Kölner Baukunst widerspiegelt. Nach seiner Auffassung war die spätstaufische Bewehrung der Stadt Köln der Anfang der nun eintretenden Welle von Stadtbefestigungen im Rheinland.

Der Name

Der Name der Ulrepforte hat nichts mit dem Namen Ulrich zu tun, was naheliegt, und was man auch aus dem Namen der angrenzenden Strasse, der Ulrichgasse folgern könnte. Auch „Eulen“ haben nichts zur Namensgebung beigetragen, wie man aus dem Dialektwort „Ülepooz“ schließen könnte.

Der Name stammt vielmehr von dem mittelhochdeutschen Wort „Ulner“ oder auch „Eulner“ und „Euler“ oder „Auler“ ab, was soviel bedeutet wie „Töpfer“. Der ursprüngliche Name Eulergasse findet sich auch im Mercator-Plan (1571) der Stadt Köln wieder), dem ältesten bekannten Kölner Stadtplan.

Die Töpfer mussten aus Sicherheitsgründen in dieser Gegend, weitab von bebauten und somit brandgefährdeten Stadtteilen siedeln und arbeiten. Hier befanden sich im Mittelalter nur Obst-, Gemüse- oder Weingärten sowie vereinzelte Hofanlagen.

Die oft diskutierte Frage, ob es nun „Ülepooz“ oder „Ühlepooz“ heißt, ist damit eigentlich auch entschieden. Da der Ursprungsname kein „h“ enthält, müsste man auch Ülepooz ohne „h“ schreiben. Aber der kölsche Dialekt –und auch die deutsche Sprache- sind flexibel und somit sind beide Schreibweisen erlaubt!

Einzelheiten zur Geschichte 

1154 ging von der Abtei St. Pantaleon, die Sitz der erzbischöflichen Hofhaltung war, die Anregung aus, die zwischenzeitlich im Vorfeld der 2. Stadtmauer errichteten Klöster und Stifte in einen sicheren Mauergürtel einzubeziehen.

Um 1179/80 begannen die Kölner Bürger mit Erd- und Bauarbeiten für die –seit langem geplante große –die Stadt im Halbkreis umfassende- Mauer. Dies führte zum Streit mit dem Kölner Erzbischof Philipp von Heinsberg. Die in diesem Jahr begonnenen Befestigungsarbeiten haben die Ausdehnung der Stadt auf über 700 Jahre festgeschrieben.

27. Juni 1180 beurkundet Erzbischof Philipp von Heinzberg den Kölner Bürgern, dass der „Streit um Wall und Graben“ durch den Schiedsspruch des Kaisers gemäß dem Rat der Fürsten geschlichtet sei. Die Urkunde wird am 18. August 1180 von Kaiser Friedrich I. Barbarossa bestätigt.

Ab 1200 ist der Bau der Stadtmauer belegt. Sie wurde auf zuvor angeschütteten Erdwällen errichtet (momumenta Germaniae). Vor diesen Erdwällen wurde ein Graben von ca. 9 Metern Tiefe ausgehoben. Die Stadttore entstanden in der Zeit von 1210 bis 1250. Nach den Forschungen von Prof. Dr. Udo Mainzer gehört das Ulretor zu den bereits im ersten Drittel des 13. Jahrhunderts – also den bis ca. 1230-  entstandenen Toren. Eine zweite Gruppe von Toren entstand um 1250. Die Ulrepforte gehört somit zu den ältesten Profanbauten in Köln.

30. April 1207 gestand König Philipp II. –bei einem Aufenthalt in Köln- der Stadt Köln das Recht zur selbständigen Instandhaltung und Erweiterung der Befestigung aus eigenen Mitteln und damit die volle Wehrfreiheit zu.

1212 erlaubte Kaiser Otto IV. den Kölnern zum Zwecke des Ausbaus ihrer Befestigungen die Erhebung eines „Mahl- und Braupfennigs“ je Malter Getreide für einen Zeitraum von drei Jahren. Aus diesem Sachverhalt kann geschlossen werden, dass weitere zusätzliche Finanzmittel für den Bau der Stadtmauer nicht erforderlich waren. Demnach kann der Abschluss der ersten Bauarbeiten (und somit auch die Fertigstellung des Ulretores) für die Jahre 1215 bis 1220 angenommen werden.

Um 1220 ist der Bau der Stadtmauer weitgehend abgeschlossen. Sie hat auf der sog. Feldseite 50, an der Rheinseite 16 Mauertürme. Der Bau der Stadttore erfolgt danach schrittweise. Demgegenüber geht der Vorsitzende des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Heimatschutz Paul Clemen (1866-1947) allerdings davon aus, dass die regelmäßige Art des Anschlusses der Stadtmauer auf beiden Seiten der Tore die gleichzeitige Entstehung der Tore und der Stadtmauer zu beweisen scheint.

1238 erließ König Konrad IV. ein Edikt, wonach Orte mit Stadtrecht Mauern von mind. 18 Fuß Höhe (ca. 5,65 m) und mind. 4 Fuß Stärke (ca. 1,25 m) haben müssen.

1245 erste Erwähnung eines Stadttores an dieser Stelle (Ulrepforte) im Schreinsbuch der Pfarrei St. Severin.

Ca. 1259 Fertigstellung der neuen Stadtmauer (3. Stadterweiterung). Sie umfasst eine Fläche von rd. 400 ha und ist die größte ummauerte Stadt nördlich der Alpen.

14./15. Oktober 1268 … „up der heiliger More naicht“ dringen die Anhänger von Erzbischof Engelbert II. und des Geschlechterverbandes der Weisen in der Nähe der Ulrepforte in die Stadt Köln ein. Einige Männer kriechen –mit Hilfe des unmittelbar an der Mauer wohnenden armen Schusters und Kerzendrehers Havenitz- durch einen Durchbruch unter der Stadtmauer hindurch und öffnen die Ulrepforte von innen. In blutiger Schlacht wird der Überfall von den Kölner Bürgern unter Führung der Overstolzen abgewehrt.

Etwa 100 Jahre später lässt die Stadt Köln am Ort des Durchbruchs zur Erinnerung an dieses denkwürdige Ereignis ein Steinrelief anbringen (heute Replikat, Original im Kölnischen Stadtmuseum). Es ist dies das älteste profane Denkmal in Deutschland.

1271 söhnten sich Erzbischof Engelbert von Falkenburg und die Stadt Köln aus. Albertus Magnus entwarf den Sühnevertrag, in dem Engelbert die Freiheiten Kölns anerkannte.

In den Berichten über dieses Ereignis wird dieses Stadttor erstmals als Ulrepforte bezeichnet. Das Tor war von zwei halbkreisförmigen, nach innen (Stadtseite) offenen Halbtürmen, flankiert. Die Halbtürme dienten zum einen der Stabilisierung der Mauer (damit sie nicht umkippte) und zum anderen ermöglichten sie es den Verteidigern der Stadt, aus einer vor der Stadtmauer liegenden, geschützten Position, parallel zu derselben zu schießen. Das Ulretor war rd. vier Meter breit. Es hatte somit den schmalsten Durchgang der kölnischen Stadttore.

Nach der vermutlich seit dem Ende des 14. Jahrhunderts bestehenden städtischen Wachtordnung, die erst 1583 durch eine neue Ordnung aufgrund sog. Kolonellschaften (Bezirke) abgelöst wurde, war es Aufgabe der Gaffeln bestimmte Abschnitte der Stadtmauer zu sichern. Dem Brauamt war für den Verteidigungsfall die Mauer am Kartäuserwall, vom Turm östlich bis zum dritten Turm westliche der Ulrepforte zur Bewachung zugewiesen. Die Brauer mussten 16 Mann stellen, je drei sollten die vier Türme und vier Mann die Ulrepforte besetzt halten. Die Ulrepforte und der 2. und 3. westliche Turm stehen noch heute. Die Türme befinden sich ebenfalls im Besitz alter Traditionskorps des Kölner Karnevals, den Blauen Funken und der Prinzen Garde. Übrigens: Diese beiden Gesellschaften sind 1870 bzw. 1906 aus den Roten Funken hervorgegangen.

1446 wird ein Umbau erwähnt, näheres ist jedoch nicht bekannt. Spätestens zu dieser Zeit wurde die Anlage als Stadttor aufgegeben. In das Halbrund des nord-westlichen Halbturms wird ein runder Mühlenturm eingebaut, dem man eine Windmühle (Kappenmühle) aufsetzte. Der für den Mühlenbetrieb benötigte ca. fünf Meter breite Umgang oberhalb des Mahlwerks wurde dadurch hergestellt, dass man diesen stadtseitig mit acht hohen Bogenstellungen an den Turm anbaute. Auf der Feldseite wurden dafür die bis dahin offenen Halbtürme mit einem flachen Dach versehen.

1453-1468 baute man an der Feldseite ein Vorwerk, „Caponnière“ genannt, an. Es handelt sich um ein zweigeschossiges Festungsgebäude, welches fast ganz im damaligen Stadtgraben, der rd. 9 Meter tief war, verschwand. Die Dicke der Außenwand beträgt rd. 1,60 Meter, die sich in den Pfeilerbereichen auf ca. 1,80 Meter erweitert. Das Dach ist an den dünnsten Stellen ca. 1,20 Meter dick. Der notwendige separate Zugang zur Caponnière war mit einem befestigten Gang, der durch das alte Stadttor betreten wurde, gewährleistet.

1644 wurde eine Wohnung für den Kartäuser-Müller in den süd-östlichen Halbturm eingebaut. Dieser erhielt dabei ein Spitzdach, sowie einen Anbau in Richtung der heutigen Strasse Kartäuserwall.

Anlass war, dass die Mönche des gegenüberliegenden Kartäuserklosters beim Rat der Stadt Köln darüber Klage geführt hatten, dass die im Turm liegende Müllerwohnung „uns wegen der Aussicht sehr lästig ist und an einen Ort unterhalb des Turms verlegt werden solle“ Gemeint war wohl der damals noch überbaute Umgang, der sog. Müllergang; vgl. auch den Stich von Samuel Prout von 1824.

Die Stadt Köln (die Ulrepforte war zu diesem Zeitpunkt offensichtlich im (Mit-) Besitz der Stadt Köln und das Kloster finanzierten den Neubau der Müllerwohnung gemeinsam mit rd. 280 Talern.

Der so erreichte Bauzustand erhält sich dann bis in das 19. Jahrhundert, wie eine zeichnerische Bauaufnahme aus dem Jahre 1881 belegt. Der Kölner Architekten- und Ingenieurverein –AIV- hatte unter seinem damaligen Vorsitzenden, dem Architekten und Diözesanbaumeister Heinrich Wiethase (1833-1893) eine Dokumentation der stadtkölnischen Mauer und insbesondere der Torburgen veranlasst, bevor diese in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts niedergerissen wurden.

Das Ergebnis dieser Arbeiten wurde als Buch mit dem Titel „Kölner Thorburgen und Befestigungen 1180 – 1882“ im Jahre 1883 veröffentlicht. Auf der Grundlage dieser Zeichnungen wurden die Rekonstruktionsarbeiten des süd-östlichen Halbturms in den Jahren 1991 bis 1994 durchgeführt.

1682 In dieses Jahr datiert Paul Clemen den Einbau der Müllerwohnung.

1670/71 wurden die reichsstädtischen Befestigungsanlagen wegen der fortwährenden Bedrohung durch Frankreich und Kurköln verstärkt und ausgebaut. Rund 114 000 Gulden wurden für Arbeiten an neuen Befestigungsanlagen ausgegeben.

Bereits seit den 1630er Jahren wurden die Festungswerke der Stadt nach und nach ausgebaut oder erneuert. So wurde 1646 ein Bollwerk vor dem Eigelsteintor errichtet; 1667 wurden die Arbeiten in größerem Umfange wieder aufgenommen und gleichzeitig die Zahl der Stadtsoldaten und die Menge des Kriegsgerätes aufgestockt. 1670/71 wurde für 12 000 Reichstaler ein Bollwerk zwischen Severinstor und dem Weyertor angelegt, welches auch die Befestigungsanlagen des Ulretores mit umfasste.

1827 ist im Urkataster der Stadt Köln (Handriß) eine Witwe Herriger als Eigentümerin verzeichnet. Die in dieser Karte dargestellte Parzellenaufteilung, die auch einzelne Teile der Gesamtanlage eigentumsrechtlich separiert, deutet auf mehrere Eigentümer der verschiedenen Gebäudeteile in den vorhergehenden Jahren hin.

1841 wurde die Ulrepforte an die Familie Hochkirchen verkauft. Später kam dann ein weiterer Verkauf an die Fabrikantenfamilie Guilleaume.

1881, am 11. Juni dieses Jahres begann der Abriss der alten Kölner Stadtmauer, um das weitere Wachstum der Stadt Köln zu ermöglichen. Zuvor war der Festungsstatus der Stadt, der bis dahin jede Entwicklung verhinderte, von der preußischen Staatsregierung aufgehoben worden. Zwei Türme (Bottmühle und Ulrepforte), drei Tore (Severins-, Hahnen- und Eigelsteintor sowie drei Teilstücke der Mauer (an der Bottmühle, am Sachsen- und am Hansaring) wurden zu historischen Denkmälern erklärt und vom Abbruch verschont. Der Anschluss der ehemaligen Stadtmauer ist noch heute an beiden Seiten der Ulrepforte zu erkennen.

1885/1886 wurde die alte Kartäusermühle durch den neuen Eigentümer abgebaut und der Turm erhielt seine heutige Höhe sowie eine neue, neugotische Turmhaube.

1907 hat die Witwe des Kommerzienrats Franz Carl Guilleaume, Antoinette Guilleaume geb. Gründgens (Tante von Gustaf Gründgens) die Ulrepforte per Schenkung an die Stadt Köln übertragen.

1939-1945 Die Idylle der Ulrepforte fand im 2. Weltkrieg ein vorläufiges Ende. Statt der Café-Gäste und Touristen kamen nun Kölner Bürger, die sich in den alten Gewölben vor den Bombenangriffen flüchteten. Die Ulrepforte diente als Luftschutzraum. Durch Kriegseinwirkungen wurde sie schwer beschädigt. Der Caponnièren-Aufbau des Jahres 1885/1886 wurde zerstört. Eine Nutzung des Gebäudes fand nach dem Krieg nicht mehr statt.

1955 übernehmen die Kölner Roten Funken deren Vorläufer, die Kölner Stadtsoldaten, welche im 17. und 18. Jahrhundert an den Kölner Stadttoren Wache hielten – wenngleich sie wohl niemals an der Ulrepforte selbst standen und sich korrekterweise „Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e.V.“ nennen, mit ihrem Präsidenten Eberhard Hamacher an der Spitze, die Ulrepforte in Erbpacht. Die Gesamtanlage wird seitdem bis heute mit hohem finanziellem und ideellem Aufwand restauriert und für Vereinszwecke genutzt. Die Roten Funken stellen sich als das älteste Traditionskorps im Kölner Karneval mit großem stadtgeschichtlichen Hintergrund dar. Dies mit der Maßgabe, dass der Erbpachtnehmer sowohl gesamten Außenbereich als auch für die Inneneinrichtung und Ausstattung zu sorgen hatte. Die Stadt gewährte dafür einen sehr niedrigen Erbpachtzins.

Eberhard Hamacher
1888-1965
Präsident und Kommandant
(„Hardes vun Fluh“)
1945-1965

Mehrere Entschuttungsaktionen, mit dabei war der Bürgermeister und spätere Oberbürgermeister der Stadt Köln, Theo Burauen (bei den Roten Funken „Gineral Flintenbein“ genannt), wurden durchgeführt. Die festliche Einweihung von Erdgeschoß und Turm fand am 30. September 1956 durch Oberbürgermeister Dr. Ernst Schwering statt.

Nun wurden in der großen Familie der Roten Funken die Ärmel hochgekrämpelt und es ging mit Elan an die Detailverwirklichung des im Laufe der Zeit immer schöner werdenden Baudenkmals. Im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten wurde vieles geschaffen und zum Innenausbau durch viele fleißige Hände beigetragen.

Zwischendurch, das war 1966, wurde der Verein der Freunde und Förderer der Ühlepooz ‚Fritz Everhan-Stiftung‘ e.V. gegründet.

1968 wurde dem Turm unter der Aufsicht der damaligen Stadtkonservatorin Frau Dr. Hannah Adenauer die neue Wetterfahne, die zwei wibbelnde Funken zeigt, aufgesetzt.

1972 bis 1993 Es ging immer weiter. Bemerkenswert ist, dass das Kellergeschoß freigelegt wurde und man damit begann, dieses für die Vereinszwecke der Roten Funken zu restaurieren.

Immer wieder wurden umfassende Bauarbeiten durchgeführt. So die Renovierung des hölzernen Turmumgangs mit umfassender Sanierung des Holzwerks und die Innensanierung des nord-westlichen Halbturms. Die Tuff-Innenausmauerung der alten Halbschale musste vollständig erneuert werden. Sie zeigt sich heute in einem hervorragenden Zustand und interessanten denkmaltechnischen Details (z.B. Balkenauflager einer Zwischendecke und Balkenauflager des Lehrgerüstes für das Gewölbe).

Es folgte die Sanierung und Rekonstruktion des süd-östlichen Halbturms auf der Grundlage einer zeichnerischen Bauaufnahme von 1881. Weitere Einzelmaßnahmen waren u.a. die Sanierung der Außenhaut, das Wiederherstellen eines alten Fensters, das Wiederherstellen des alten Wurferkers und ergänzende Sanierungsmaßnahmen in den Innenräumen.

Den größten Aufwand in diesen Jahren erforderte der Wiederaufbau des historischen Spitzdaches auf diesem Halbturm (dem Teil der ehemaligen Wohnung des Kartäuser-Müllers aus 1644). Dadurch konnte die seit dem Zweiten Weltkrieg bestehende provisorische und problematische und ebenso regenwasserdurchlässige Situation bereinigt und im 2. Obergeschoß ein weiterer Raum für Vereinszwecke gewonnen werden.

1994 Nun, also 200 Jahre nach der Besetzung der Stadt Köln durch die Franzosen, weht wieder die Funkenfahne, diesmal als Wetterfahne auf diesem Halbturm über der alten Kölner Stadtmauer.

Einbau des großen Fensters am späteren Vorstandszimmer
Die neue Wetterfahne wird aufgesetzt
Caponniere im Kellenputz

1995-1997 Später kam die Sanierung der Caponnière durch eine Isolierung der Fundamente und die Wiederherstellung der ursprünglichen Fassadengliederung dazu. Ferner wurde ein sogenannter Kellenputz aufgetragen.

Die Umgebung der Ulrepforte wurde in diesem Zusammenhang von starkem pflanzlichem Bewuchs befreit, der die Fundamente bereits deutlich angegriffen hatte und im Übrigen nicht der historischen Situation entsprach. Die Freiflächen neben der Ulrepforte wurden neu gestaltet.

1998 Zum 175-jährigen Jubiläum der Roten Funken malte der Kunstmaler Raffael Becker im Stile der mittelalterlichen Tafelmalerei ein Triptychon, betitelt „Geschichte der Ulrepforte“. Auf den drei Teilen des Bildes wird die (vermutete) bauliche Situation der Ulrepforte im 13. Jahrhundert, die Bausituation im 17. Jahrhundert und im Jubiläumsjahr 1998 dargestellt. Die Darstellung des Bauwerks wird durch historisch belegte Szenen sowie Text- und Bildcollagen, ergänzt.

1999 bis 2004 wurde u.a. der große Arkadenbereich des Mühlenturms saniert. Der Boden wurde mit einer Basalt-Pflasterung neu gestaltet. Das aufgehende viel- und großflächige Mauerwerk und die Säulen wurden gereinigt, schadhafte Stellen wurden ausgebessert, neu verfugt und insgesamt unter den Gesichtspunkten der Denkmalpflege saniert. Ergänzend kamen noch viele Kleingewerke hinzu, die ihren Tribut verlangten, d.h. finanzielle Erfordernisse auslösten. Immer wieder.

2005 war das Jahr mit der Vollendung des neuen Beleuchtungsprojekts: Unsere Ulrepforte erstrahlt seitdem aufgrund einer technisch hochgradigen Ausstattung abends in einem gebührenden und dem Gebäude gerecht werdenden Licht. Hier ist einem Groß-Sponsor für seine namhafte Mitwirkung zu danken.

Das Licht ging an …
und alle staunten

Der verhüllte Turmhelm

2006 Wieder eine Großbaumaßnahme: Diesmal war der Turmhelm, wie die Fachleute sagen – oder die Turmlaterne, so nennen wir sie, sanierungsbedürftig. Eine mehrmonatige Baustelle wurde beschert. Man bedanke sich für einen Zuschuss aus der Denkmalsförderung des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Roten Funken haben auch hier im Rahmen ihrer Möglichkeiten kräftig mitgeholfen und der „Förderverein Ühlepooz“ mit seinen Freunden und Förderern war ebenso stark in die Finanzierung eingebunden.

Hier sollte vorübergehend ein Strich gezogen werden. Es wird immer wieder am nd im Gebäude Ulrepforte gearbeitet, saniert, repariert, restauriert – eine endlose Geschichte, aber eine, die allen Beteiligten Freude bereitet. Das nicht aus Egoismus und Eigennutzen, haben doch alle das Ziel, das historisch bedeutsame Kleinod zu bewahren. Und eben für diese gute Sache sollten sich auch weiterhin alle erreichbaren Möglichkeiten erschließen.

Hinweis: Im Kapitel „Wer sind wir?“ geht’s weiter…und noch mehr in „die Moderne“.

Dokumente

Urkunde vom 11.9.1907 über den Erwerb des Gebäudes Ulrepforte durch die Stadt Köln aufgrund einer Schenkung
Urkunde vom 17.10.1907 über die Annahme der Schenkung durch die Stadt Köln
Urkunde vom 18.02.1908 über die Genehmigung der Schenkung durch den Ober-Bürgermeister der Stadt Köln
Unbedenklichkeitsbescheinigung des Landeskonservators Rheinland vom 12.07.1966

Ühlepooz mit „h“

Kenner der „Szene“ bemerkten natürlich mit der dem Kölner eigenen Pfiffigkeit schon längstens, dass die Roten Funken ihr Hauptquartier „Ülepooz“ nennen und man sich immer wieder die Frage stellen kann, warum der Verein der Freunde und Förderer der Ühlepooz ’Fritz Everhan-Stiftung’ e. V. das besagte Wort mit „h“ schreibt.

Es ist einzuräumen: Man weiß es nicht genau und der Autor dieses Beitrags als Mitinitiator im Anfangsgeschehen rund um die Gründung des Vereins vermag sich auch nur noch soweit zurückzuerinnern, dass ab irgendwann einmal bei uns die Ühlepooz mit „h“ geschrieben wurde.

Das hat sich dann sowohl in der Gründungsversammlung am 13.07.1966 wie auch später im Vereinsregister und dann nunmehr jahrzehntelang so fortgesetzt. Eigentlich nichts Besonderes, oder vielleicht ist das „h“ gerade das Besondere. Selbst Eberhard Hamacher hatte in seinem „Arbeids-Alärm“ am 17.09.1955, dem Aufruf zur Mitarbeit bei der Entschuttung der Ulrepforte die Parole ausgegeben, die Ühlepooz aufzubauen. Mit „h“.

Die Roten Funken vertieften hingegen den Begriff Ülepooz, so wie er da steht, immer mehr und mehr und irgendwann wollte man es nun doch einmal genau wissen. Wen sollte man fragen?

Oskar Hamacher kannte ihn, einen der es wissen müsste: Der damalige Oberkustos am Kölnischen Stadtmuseum, Dr. Max-Leo Schwering.

Dr. Schwering hat geschrieben, am 29.6.1973:

Der Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Hamacher !

Sehr verstehe ich Ihre Sorge um die Schreibweise des Namens „Ülepooz“. Und eigentlich habe ich bereits eine Entscheidung für „Ülepooz“ getroffen, wie Sie sehen. Die Roten Funken, wie Ihr Herr Vater – und ich schließe mich Ihnen an – richteten sich in der des Wortes nach dem weithin anerkannten und wissenschaftlich einwandfrei fundierten Werk „Neuer Kölnischer Sprachschatz“ von Prof. Adam Wrede, bzw. nach Fritz Hönig.

Doch glaube ich, dass „Ülepooz“ mit „h“ kein Beinbruch ist. Niemand wird Ihnen aus Ihrer Schreibweise einen Vorwurf machen können. Das Kölnische wird im allgemeinen sehr unterschiedlich geschrieben und über viele Formulierungen kann man in der Tat verschiedener Meinung sein. Für Sie wäre die Schreibung nach Wrede mit manchen Kosten verbunden, die wohl kaum in einem Verhältnis zum Zweck stehen würden. Ich rate Ihnen also, getrost bei „Ühlepooz“ zu bleiben. Die damit eingesparten Kosten kämen dann wieder dem Verein der Freunde und Förderer zugute, was mir wichtiger erscheint als die vielleicht korrekte Schreibweise des Wortes „Ülepooz“. 

Ich hoffe, Ihnen mit diesem Hinweis gedient zu haben und bleibe
mit freundlichen Grüßen

gez.: Dr. M.-L. Schwering
Oberkustos

Darf ich noch hinzufügen, dass „Ül“ nichts mit „Eule“ zu tun hat (wenngleich nach Wrede auch dieses Wort ohne „h“ geschrieben wird), sondern mit den mittelalterlichen Eul(n)er oder Auler, was „Töpfer“ meint.

 

Ist die Frage beantwortet?

Impressum

Impressum
IMPRESSUM

Herausgeber und Dienstanbieter:

Verein der Freunde und Förderer der Ühlepooz
’Fritz Everhan-Stiftung’ e. V.
Geschäftsstelle:
Brügelmannstr. 16-18
50679 Köln
Telefon 0221 – 8271345
Telefax 0221 – 8271333
uehlepooz@koeln.de
www.uehlepooz.de

Vorstand:

  • Henriette Reker
    Oberbürgermeisterin der Stadt Köln
    Vorsitzende
  • Oskar Hamacher
    Stellvertretender Vorsitzender
  • Helmut Brügelmann
    Geschäftsführendes Vorstandsmitglied

 

Rechtsform:

Der Verein hat seinen Sitz in Köln und ist unter 43 VR 5905 im Vereinsregister des Amtsgerichts Köln eingetragen.

Die förderungswürdige Gemeinnützigkeit wurde mit Bescheiden des Landeskonservators Rheinland vom 12. Juli 1966 und des Finanzamtes Köln-Körperschaften (jetzt: Brühl) vom 8. August 1966 ff. anerkannt.

 

Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 10 Absatz 3 MDStV:

  • Oskar Hamacher
    Stellvertretender Vorsitzender
    Vorarlberger Weg 3
    50858 Köln
    Telefon 02 21/48 88 49
    Telefax 02 21/48 71 54
    hamacher@koeln.de
    www.hamacher-koeln.de

Quellen:

Bei der Ermittlung von Sachverhalten in dieser Website wurden folgende Quellen benutzt:

  • Chronik zur Geschichte der Stadt Köln, Hrsg. Peter Fuchs, Greven Verlag Köln, Band 1 und Band 2
  • Carl Dietmar: Die Chronik Kölns, Chronik Verlag, Dortmund 1991
  • Die Kunstdenkmäler der Stadt Köln, Hrsg. Paul Clemen, Zweiter Band, IV. Abteilung, Die profanen Denkmäler, Verlag von L. Schwann, Düsseldorf 1930
  • Udo Mainzer: Stadttore im Rheinland, Hrsg. Rheinischer Verein für Denkmalspflege und Landschaftsschutz e. V., Jahrbuch 1975, Verlag Gesellschaft für Buchdruckerei AG, Neuss
  • Clara van Eyll, ehemalige Direktorin des Rheinischen Wirtschaftsarchiv: Kommentar zu den alten Kölner Adressbüchern
  • Cölner Thorburgen und Befestigungen 1180 – 1882, Hrsg. Architekten- und Ingenieurverein für den Niederrhein und Westfalen, 1883
  • Die Kölner Kartause um 1500, Hrsg. Werner Schäfke, Aufsatzband zur Ausstellung, Kölnisches Stadtmuseum, Köln 1991
  • Helmut Signon, Stefan Volberg: Die Roten Funken von Köln, Hrsg. Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e. V., Köln 1989
  • Urkataster der Stadt Köln von 1827, Handrisse der Feldaufnahme, Katasterarchiv der Stadt Köln, Vermessungsamt
  • Eberhard Hamacher: Die Kölner Roten Funken, 1964…

 

                              …und noch ein herzliches Dankeschön:

Der Verein der Freunde und Förderer der Ühlepooz ‘Fritz Everhan-Stiftung e. V.‘ bedankt sich beim Ehren-Senatspräsidenten der Roten Funken, Heinz Jürgen Müller, für die Zurverfügungstellung mannigfaltigen Ursprungsmaterials.

Zahlreiche Ergänzungen und Anpassungen, auch über die Jahre hinweg, erbrachte der Mitgründer und langjährige Stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Ühlepooz, Oskar Hamacher.

Ein weiterer Dank geht an Ulrich Linnenberg für seine Mitwirkung bei der geschichtlichen Recherche…

…und es geht auch ein Dank an den wissenschaftlichen Mitarbeiter der Roten Funken, Dr. Marcus Leifeld M. A., für seine Mitwirkung und Beratung.

 

Ständige Mitarbeiter:

Caroline Hamacher-Linnenberg
Hedi Hamacher
Daniel Porschen
Martin Seraphin
Annelie Wülferath

 

                                                            Hinweise

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